OKUDA (Madrid, Spanien)

„Das Erkunden ist der Motor der Kunst – das, was einen dazu antreibt, auszuprobieren und sich weiterzuentwickeln.“

OKUDA, mit bürgerlichem Namen Oscar San Miguel Erice, wurde 1980 in Santander (Spanien) geboren. Dort begann er 1997 seine künstlerische Laufbahn mit Graffitis auf Zügen, verlassenen Fabriken und Häusern. 2007 schloss er sein Studium in Bildender Kunst an der Universidad Complutense in Madrid ab. Parallel zu seiner Arbeit auf der Straße gründete OKUDA 2009 sein eigenes Atelier und seine Kunst (auf Leinwänden) wurde in Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem in Galerien in Indien, Mali, Mosambik, den USA, Japan, Chile, Brasilien, Südafrika, Mexiko und vielen europäischen Ländern ausgestellt. Etwa zu dieser Zeit beginnt er, seinen unverkennbaren popartigen, knallfarbigen, teils geometrischen und figürlichen Stil zu entwickeln, für den er heute rund um den Globus gefeiert wird. OKUDA zählt zu den bekanntesten Street-Artist der Welt und ist vor allem für großformatige Arbeiten gefragt.

 

 

Enorme Aufmerksamkeit erregte 2015 OKUDAs Gestaltung des Kirchenschiffs der 100 Jahre alten Santa Barbara-Kirche im nordspanischen Llanera. In Zusammenarbeit mit der Skateboard-Crew Church Brigade DIY wurde die leerstehende Kirche zum Indoor-Skatepark „Kaos Temple“ umfunktioniert und gilt seitdem als neues Symbol zeitgenössischer Kunst. OKUDAs außergewöhnlicher Stil, der geometrische Harmonien mit ausdrucksstarken Farben sättigt, beamt uns schier in ein Paralleluniversum: In seinen Arbeiten vermischen sich regenbogenfarbige, geometrische Strukturen und Muster mit identitätslosen Körpern, nicht selten kopflosen Figuren, Symbolen und organischen Formen zu einer einzigartigen, ikonographischen Sprache. Kunstkritiker kategorisieren seinen Stil als Pop-Surrealismus mit deutlichem Einfluss der Straße. Seine Werke bringen oft existenzielle Fragen hervor: Fragen nach dem Universum, dem Unendlichen, dem Sinn des Lebens und den Widersprüchen der „falschen“ Freiheit der Gesellschaft, die den Konflikt zwischen unserer modernen Lebensweise und unseren Wurzeln verdeutlicht – ein Konflikt letztendlich zwischen dem Mensch und seinesgleichen.

 

Ausschnitt aus dem Mannheimer Werk „Girl’s Love“ von OKUDA

Seine großformatigen Wandgemälde und Straßenskulpturen dominieren Parks und Plätze in Städten auf der ganzen Welt. Neben großformatigen Arbeiten auf Häuserwänden, Busse, U-Bahnzüge, einem Kindergarten und Gemälden gehören Skulpturen, Fotografien und sogenannten „Tapestries“ (gestickten Versionen seiner Gemälde) zum Spektrum seiner künstlerischen Ausdrucksformen. Darüber hinaus steht OKUDAs vielfältiger Mixed-Media-Ansatz für Arbeiten auf Leinwand und Papier mit Elementen wie Stickerei, Collage und Holz für seinen unstillbaren kreativen Durst und sein ausgeprägtes künstlerisches Talent. OKUDA lebt und arbeitet seit 2000 in Madrid.

Das OKUDA Mural in Mannheim

Für STADT.WAND.KUNST 2019 hat der spanische Künstler OKUDA mit seinem Team vom 10.09. – 12.09. ein Mural im Herzogenried gestaltet. Hochuferstr. 33, 68167 Mannheim (Herzogenried)

Weitere Werke des spanischen Künstlers OKUDA

› Zum Entstehungsprozeß des Werkes in Mannheim

› Website des Künstlers