NEAN „Four“, 2024, Ulmenweg 27, 68167 Mannheim; Foto: Alexander Krziwanie / STADT.WAND.KUNST

Das Mural “Four” von NEAN in Mannheim

Der belgische Künstler NEAN gestalete das Mural “Four” in der Neckarstadt-Ost. Es ist das 50. Mural, das im Rahmen von STADT.WAND.KUNST in Mannheim zu sehen ist. Fabien Hupin alias NEAN arbeitete mehrere Tage an der Wand im Ulmenweg 27, und nun können alle Street Art Fans sein Werk „Four“ bewundern. Trotz einer regenbedingten Unterbrechung ließ sich der Künstler nicht aus der Ruhe bringen. Und Ruhe ist auch das tragende Thema von „Four“. Auf der Hauswand erscheint nun auf 168 m2 ein großer, friedlicher Wald – und mitten darin steht eine Figur auf einem Baumstamm. Sie betrachtet die schöne Landschaft ohne dabei ihr Gesicht zu offenbaren und ihre orangene Jacke sticht hervor aus einer sonst gedeckt gehaltenen Farbenwelt.

„Mich beruhigt Natur sehr und ich glaube zu wissen, dass es sehr vielen Menschen so geht“, sagt NEAN im Pressegespräch. Damit hat er offenbar auch genau den Geschmack der Anwohner*innen getroffen, die ihn neugierig beobachteten und oft ein glückliches „sehr schön“ während der Arbeit zuriefen. Alle Menschen hätten eine intuitive Verbindung zu Natur, auch diejenigen, die nicht mit klassischer Kunstgeschichte vertraut seien, so NEAN, der selbst als Autodidakt zur Kunst fand. Für die Umsetzung nutze er ausschließlich Wandfarbe, Rolle und Pinseln. Auf Sprühdosen verzichte er schon seit einigen Jahren, auch aus Gründen der Nachhaltigkeit.

Die Fotos zur Entstehung des NEAN Murals

Die Idee zum Werk entstand durch die Musik des deutschen Pianisten und Komponisten Nils Frahm. Dessen Stück „Four“, das namensgebend für das Mannheimer Mural wurde, erzeugte lebendige Bilder vor NEANs innerem Auge. Diese hielt er in seinem ersten Sketch fürs Mural fest und verewigte sie zur Freude aller Mannheimer vor Ort an der Hauswand.

Das Mural auf der Karte

Text: Jaqueline Mellein; Fotos: Alexander Krziwanie