CZOLK bei POW! WOW! Hawaii 2020

Mit CZOLK gestaltete 2019 ein großartiger, lokaler Künstler ein Mural für STADT.WAND.KUNST Seine Wurzeln liegen in Mannheim und der dortigen Graffiti- und Illustrationsszene und wer seine Arbeiten verfolgt, sieht, dass seine Kunst anfängt zu wachsen, aufzublühen und inzwischen auch überregional zu sprießen. Wohin diese Reise nun führt, man darf gespannt sein, denn zuletzt führte sie ihn zum internationalen Hot Spot urbaner Kunst, dem POW! WOW! Festival auf Hawaii.

 

Das zehnjährige Jubiläum des Festivals fand in diesem Jahr vom 7. bis 16. Februar in Honolulus Stadtviertel Kaka’ako, auf der Insel Oahu statt. Dort hat POW! WOW! seinen Ursprung und mit inzwischen 50 weiteren Veranstaltungsorten weltweit ist es in den letzten Jahren so bunt gewachsen, wie die Artenvielfalt der Flora und Fauna auf Hawaii.

 

 

 

Die über einhundert eingeladenen Künstler setzten sich auch in diesem Jahr ungefähr zu gleichen Teilen aus internationalen und lokalen Teilnehmern zusammen und CZOLK hatte die Möglichkeit sein Mural mit vielen anderen talentierten Künstlern und im Rampenlicht der ganz großen Bühne umzusetzen. Dass er zu Großem bereit ist, hat er im vergangenen Jahr gezeigt, als sein Mural Fenster zum Hof sich eindrucksvoll in die Serie von Wandbildern renommierter Künstler und das Straßenbild des Jungbusch einreihte.

 

 

Ähnlich wie in Mannheim und doch ganz anders, erzählt auch das nun entstandene CZOLK Mural auf Hawaii die Geschichte dessen Umgebung. Waren es bei STADT.WAND.KUNST noch gedeckte Farben, die eine Lebenssituation in Deutschland abbildeten, so erstrahlt das neue Werk in satten Tönen. Es handelt auf ca. 4 x 6 Metern von bunten Meeresbewohnern, einem respektvollen Umgang der Einheimischen mit ihrer Umwelt und einer vielfältigen Natur und Kultur. Die einzelnen Bildelemente sind comicartig voneinander abgegrenzt und gleichzeitig miteinander verbunden, wie von Wurzeln durchwachsen.

 

 

Zur Auswahl des Motivs sagt CZOLK:


„Nachdem ich angekommen war, habe ich meine ursprüngliche Bildidee verworfen und beschlossen, das Motiv vor Ort zu entwickeln, um einen authentischen Bezug zu schaffen. Nach Gesprächen mit Locals und eigenen Eindrücken der Umgebung habe ich mich dafür entschieden — ähnlich wie bei dem Stadt.Wand.Kunst-Mural im Jungbusch — verschiedene Bildelemente in einer panelartigen Anordnung und eventuell sogar losen Geschichte zu verbinden. Sowohl die einzelnen Motive als auch das Gesamtbild stehen für die Verbindung der Hawaiianer zu ihrer Umwelt und den respektvollen Umgang damit. Auch die lebhafte Farbwelt soll die faszinierende und vielfältige Natur und Kultur widerspiegeln. Der Titel „deeply rooted“ bezieht sich bildlich auf die Panelbegrenzung, die den Wurzeln des Banyanbaumes nachempfunden sind und inhaltlich auf die spirituelle Verbindung und Verwurzelung zum Land. Mögliche weitere Interpretationen möchte ich gerne dem Betrachter überlassen.“ 

Deeply Rooted, so der Name des CZOLK Murals auf Hawaii, erzählt auch vom Wachsen eines Künstlers und einer Kunstveranstaltung.



Kommentare sind geschlossen.